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Verbandstag der Sparda-Banken: Orientierung im Spannungsfeld – Perspektiven in bewegten Zeiten.

Pressemeldungen

18.09.2026

18. September 2026. Geopolitische Verschiebungen, wirtschaftlicher Veränderungsdruck und neue Anforderungen an Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit stellen Deutschland und Europa vor große Herausforderungen. Wie können insbesondere genossenschaftliche Finanzinstitute in einem Umfeld, in dem sich die Spannungsverhältnisse regelmäßig verschieben, Orientierung gewinnen und selbst für Kundinnen und Kunden geben? Dieser Frage hat sich der diesjährige Verbandstag der Sparda-Banken gewidmet.

Ehrengast Sigmar GABRIEL, ehemaliger Vizekanzler, Bundesaußenminister und heute Vorsitzender der Atlantik-Brücke, richtete den Blick auf die internationale Lage. Er ordnete aktuelle geopolitische Dynamiken und die zunehmenden Verschiebungen der globalen Machtverhältnisse ein. Die Welt befinde sich in einem tiefgreifenden Umbruch, die bisherige Ordnung werde nicht zurückkehren. Gerade deshalb müsse Europa stärker für seine eigene Sicherheit und Handlungsfähigkeit einstehen sowie die eigenen Kräfte bündeln und verlässliche Partnerschaften schließen.

Mit der volkswirtschaftlichen Perspektive beschäftigte sich Prof. Dr. Veronika GRIMM, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Professorin an der Technischen Universität Nürnberg. Sie zeigte auf, an welchen Stellschrauben Deutschland ansetzen muss, um Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Sicherheit langfristig zu stärken. Deutschland stehe dabei besonders unter Druck, da die Wirtschaft seit 2018 kaum noch gewachsen sei, während andere Volkswirtschaften deutlich dynamischer expandierten. Zugleich verliere sich Deutschland bei Regulierung und staatlichen Strukturen, was es wiederum erschwere, Wachstumschancen zu nutzen. Entscheidend sei daher nicht nur das Anstoßen weiterer Reformen, sondern die Identifizierung wirksamer Hebel.

Als Beispiel nennt Prof. Dr. Veronika GRIMM die Energiepolitik in Deutschland und Europa. Sie mahnte allerdings zu einem rationalen Umgang mit der Transformation. Deutschland müsse den Übergang zu erneuerbaren Energien vorantreiben, dürfe bestehende Strukturen aber nicht abbauen, bevor verlässliche Alternativen verfügbar seien.

„Die Zeiten, in denen wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen getrennt voneinander betrachtet werden konnten, sind vorbei. Was außerhalb Deutschlands und Europas passiert, hat unmittelbare Auswirkungen auf unseren Wohlstand, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere wirtschaftliche Sicherheit. Gerade deshalb brauchen wir Orientierung – und den Mut, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für uns als Sparda-Gruppe bedeutet das: Wir müssen unseren Fokus konsequent auf die Kundinnen und Kunden richten, schneller werden und gemeinsam die Veränderungen gestalten“, sagte Florian RENTSCH, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Sparda-Banken.

Den Bogen zu Beginn der Veranstaltung spannte Verbandsratsvorsitzender und Vorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg, Stefan SCHINDLER. In seiner Begrüßungsrede gab er den Gästen eine Rückschau auf das Erreichte der Sparda-Gruppe in den vergangenen Monaten –darunter die erfolgreiche Transformation und den Übergang auf einen gemeinsamen IT-Dienstleister. Jetzt liege der Fokus auf den wichtigsten Entwicklungen rund um die Altersvorsorge und Baufinanzierung. Trotz des großen Wettbewerbsdrucks gäbe es hier große Chancen für die genossenschaftliche Bankengruppe.

Durch das Programm führte auch in diesem Jahr Dr. Wulf Schmiese (ZDF), Stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios.

(v.l.n.r. Florian Rentsch, Vorstandsvorsitzender Verband der Sparda-Banken e.V., Prof. Dr. Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Professorin an der Technischen Universität Nürnberg, Sigmar Gabriel, ehemaliger Vizekanzler, Bundesaußenminister und heute Vorsitzender der Atlantik-Brücke, Stefan Schindler, Verbandsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender Sparda-Bank Nürnberg eG sowie Heiko Hunkel, Vorstand Verband der Sparda-Banken e.V.)

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